Glatz AG

Firmengeschichte

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.  (Gustav Mahler, 1903)

Als Familienunternehmen steckt unser Herzblut und Know How in der Schirmkonzeption und –herstellung. Nicht ohne Grund blickt die GLATZ AG auf eine fast 125-jährige Firmengeschichte zurück  - und gehört zu einem der führenden Sonnenschirmhersteller europa- und weltweit. Mit den Gründungsvätern folgen wir einer Maxime: Am Puls der Zeit zu sein und dieser voraus! Damals wie heute hält GLATZ die Rolle als Pionier inne und ist so innovativ wie am ersten Tag 1895. Spiegelt sich die Kreativität von Firmengründer Albert Glatz (geb. 1870) in modischen Regen- und Sonnenhandschirmen wider, erweitert sein Sohn Albert junior (geb. 1899) ab 1926 das Sortiment. Mit Gartenschirmen und dem legendärem ALEXO-Zahnkranz-Gelenk avanciert er  zum erfolgreichen Unternehmer. Später versteht es Dölf Glatz, mit patentierten Lösungen den Schattenkomfort der Garten- und Grossschirme weiterzuentwickeln, die weltweit Anerkennung finden.

Heute führt CEO Markus Glatz das Unternehmen in vierter Generation und hat sich mit Sonnenschirmen und Outdoor-Konzepten für Haus, Garten, Hotellerie und Gastronomie einen Namen gemacht – weit über die Schweizer Landesgrenzen hinaus.

1895

Albert Glatz (geb. 1870) gründet sein Schirmgeschäft mit Fokus auf die Fertigung und Reparatur von Regen-, Damen- und Trachtenschirmen

Nach seinen Gesellenstationen in Lyon, Lausanne und Basel eröffnet der gelernte Schirmmacher Albert Glatz am 1. April 1895 sein Schirmgeschäft in Frauenfeld. Bei der Firmengründung noch nicht einmal 25 Jahre alt, spezialisiert er sich auf die Fertigung und Reparatur von modischen Regen- und Sonnenhandschirmen. Erste grössere Erfolge erzielt er nach der Hochzeit im August 1898 mit seiner Frau Christine Luise Lätsch, die sich als versierte und engagierte Schirmnäherin tatkräftig miteinbringt.

1916

Das Ladenlokal in der Felsenburg in Frauenfeld – 1899 Geburt von Albert junior Glatz

Mit dem Geschäftserfolg kommt der Familiennachwuchs. Wird 1899 Sohn Albert junior geboren, folgen ihm 6 weitere Geschwister im Laufe der nächsten Jahre. Obwohl er lieber den Beruf des Mechanikers oder Geometers ergriffen hätte, lernt Albert junior nach Beendigung der Schule ebenfalls den Beruf des Schirmmachers - und stellt sich als Erstgeborener so seiner Verantwortung gegenüber des Familienbetriebs. Das Faible für technische Details ist mehr als richtungsweisend für die spätere Firmenentwicklung der heutigen Glatz AG.

1926

Vater Albert übergibt das Frauenfelder Geschäft an seinen Sohn Albert Glatz junior

Vor seiner Vermählung mit Frieda Spahn im Mai 1926, die eine kaufmännische und fremdsprachliche Ausbildung in der Tasche hat, stellt Albert junior bereits die Weichen für eine gemeinsame Zukunft. Während er das Geschäft in Frauenfeld übernimmt, wechselt sein Vater mit zwei Töchtern in die Basler Filiale in der Steinenvorstadt 51, die im Jahr 1923 mit  Albert junior eröffnet wurde. Ein Jahr nach der Hochzeit erwirbt das junge Ehepaar in der Nähe des Ladengeschäfts das Fabrik- und Wohnhaus «Friedheim» in der Frauenfelder Schlossmühle. Hier befinden sich grosszügige Räumlichkeiten, die sich als sehr förderlich für die weitere Unternehmensentwicklung erweisen. Während Frieda das Ladengeschäft, die  Buchhaltung und die Betreuung der französischen und italienischen Händler verantwortet, konzentriert sich Albert junior auf die rationelle Produktion, die Entwicklung weiterer Schirmtypen sowie technische Perfektionen.

1926

Die Familie Glatz-Spahn mit ihren Kindern Heini, Rosemarie, Dölf und Peter

Das Ehepaar Glatz-Spahn gründet alsbald eine Familie. Erblickt im Jahr 1927 Sohn Heini-Albert das Licht der Welt, werden ein Jahr später seine Schwester Rosemarie-Lydia, in den Jahren 1931 und 1939 seine Brüder Gustav-Adolf (Dölf) und Peter-Rudolf geboren. Jedes der vier Kinder bringt sich in den Betrieb mit ein. Der älteste Sohn als diplomierter Maschinenbau-Ingenieur und Verwaltungsrat-Präsident der Glatz AG, die Tochter als gelernte Schirmnäherin und später dann für die Heilsarmee tätig. Gustav-Adolf – kurz Dölf  genannt – wird, nach kaufmännischen und handwerklichen Ausbildungen, Geschäftsführer. Der jüngste Sohn agiert als Betriebsleiter der Glatz AG und späterer Stadtrat von Frauenfeld.

1931

Der Zeit weit voraus ist Glatz mit der Erfindung des Alexo-Zahnkranzgelenk

Gedanklich mit seinem Traumberuf verbunden, tüftelt Albert Glatz-Spahn an einem Vermessungsschirm und erfindet ein mehrfach verstell- und zusammenklappbares Zahnkranzgelenk aus extrem widerstandsfähigen Messing-Druckguss. Als «Alexo Zahnkranzgelenk» bezeichnet, dient es bis heute als Basis für den seit nunmehr 90 Jahren produzierten Schirm-Designklassiker Alexo. Damals sorgt es für Furore und setzt neue Massstäbe in der Schirmherstellung: Die Alexo-Vermessungsschirme werden zum ersten Glatz Exportartikel- und schlager. In Zusammenarbeit mit den Vermessungsgeräte-Herstellern Kern, Aarau und Wild, Heerbrugg werden sie in standarisierter oder antimagnetischer Ausführung in alle Erdteile geliefert.

1933

Die Mustermesse Basel ist eine hervorragende Plattform zur Präsentation für Glatz-Neuheiten

Die Mustermesse Basel ist ab 1933 für Glatz eine hervorragende Plattform, um Verbrauchern und Händlern die Vorteile des Gartenschirms samt Alexo Zahnkrankgelenk  zu demonstrieren. In den Folgenjahren werden hier Neuheiten wie der Alexo-Stuhlschirm mit Kugelgelenk, das Alexo-Sonnenschild und Alexo-Sonnendach, der Pendalex-Freiarmschirm sowie die Pergola und Palazzo-Grossschirme vor einem grossen Messepublikum präsentiert.

1945

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Albert Glatz beginnt mit dem Bau einer mechanischen Produktionsanlage

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges geraten die bisherigen deutschen Lieferanten in einen Lieferengpass. Als Folge dessen wagt sich Albert Glatz-Spahn an ein riskantes Projekt: Er baut eine kostspielige Streben-Profilier- und Vergütungs- und Bearbeitungsanlage auf. Hinzukommen Herstellvorrichtungen für weitere Schirmgestellteile sowie ein eigener Werkzeugbau. In der Aufbauphase wird Albert Glatz von Sohn Heini tatkräftig unterstützt, der zu diesem Zeitpunkt eine Mechaniker-Ausbildung bei der Jenni-Hydraulikpressen AG absolviert.

1954

Dank der eigenen Produktionsanlage können Sondertypen wie das Alexo-Sonnenschild entwickelt werden

Die eigene mechanischen Abteilung ermöglicht, eigene Sondertypen von Sonnenschutz-Vorrichtungen zu entwickeln. So entsteht das «Alexo-Schild», bei welchen eine gerade Stoffbahn mit zwei Federprofilen auf einen Trägerstab mit Alexo-Zahnkranzgelenk gespannt wird, – und das sich hervorragend auf Balkonen platzieren lässt.  (Patente CH-314`813, Deutschland DE-1'101'706, Grossbritannien GB-764'278)

1957

Freudestrahlend geben sich Anne-Marie Hausammann und Dölf Glatz das JA-Wort

Adolf (Dölf) Glatz nimmt Anne-Marie Hausammann im Jahr 1957 zur Ehefrau, die sich vor der Hochzeit umfassend - unter anderem als Sekretärin in der Eidgenössischen Versicherungsgesellschaft -  auf ihre Mitarbeit in der Firma Glatz vorbereitet hat. Zuvor liegt ihr Augenmerk auf der Familie und den gemeinsamen Kindern Markus (geb. 1958), Brigitte (geb. 1959) und dem Nesthäkchen Yvonne (geb. 1966).

1959

Glatz zaubert - und präsentiert mit dem Freiarmschirm Pendalex den ersten scheinbar schwebenden Schirm ohne Mittelstock

Dass Glatz seit jeher innovativ ist, zeigt sich 1959 erneut mit Markteinführung des ersten Freiarmschirm Pendalex (Patente CH-367`290, DE-1`160`577, Österreich AT-232`213, Belgien BE-588`393, USA US-3`120`238). Schwebt dieser Gartenschirm gefühlt über dem Sitzmobiliar, ist sein Schirmdach an einem Ständer mit Seitenarm samt Kugelgelenk befestigt und lässt sich stufenlos um den Mast schwenken, in der Höhe verstellen und in sämtliche Schräglagen fixieren und lösen. Bis sich dieses Schirmprinzip und dessen Preis in den Köpfen der Branche manifestiert, braucht es es jahrelange Informations- und Vorführarbeit seitens Glatz. Gleichermassen ist der Pendalex Hauptkostenträger und Türöffner für internationale Exporte.

1960

Glatz verabschiedet sich von Damen- und Herrenhandschirmen und konzentriert sich ab sofort ausschliesslich auf die Entwicklung und Herstellung von Garten- und Grossschirmen

Unter der Geschäftsführung von Adolf (Dölf) Glatz fällt die Entscheidung, das seit Jahrzehnten geführte Ladenlokal in der Felsenburg in Frauenfeld zu schliessen. Damit verabschiedet sich Glatz aus der Fabrikation von Damen- und Herrenhandschirmen und legt den Fokus einzig auf die Entwicklung und Herstellung von Garten- und Grossschirmen. Im Zuge dessen lässt er in der Liegenschaft «Friedheim» in der Frauenfelder Schlossmühle die bestehenden Wohnungen zu Büros sowie Fabrikations- und Lagerräumen umbauen.

1967

Das Unternehmen expandiert und wechselt in den heutigen Firmenhauptsitz in Frauenfeld

Das Unternehmen wächst. Modell für Modell wird das Schirmsortiment erweitert. Mit steigender Nachfrage- und Bekanntheitsgrad erhöhen sich die Produktionszahlen- und zeiten. Weitere Mitarbeiter kommen hinzu. Es scheint, dass die Rämlichkeiten auf dem Schlossmühleareal schier aus allen Nähten platzen. Mehr Platz bietet die neu erbaute Fabrik samt Shedhalle, in der sich aufgrund der Deckenhöhe überdimensionierte Projekte und Produkte realisieren lassen. Im Jahr 1967 wechselt Glatz in den heutigen Firmenstandort in der Neuhofstrasse 12, in Frauenfeld.

1970

Die Firma «Albert Glatz» wird in die Aktiengesellschaf «Glatz AG» mit einem Aktienkapital von 700`000 CHF umgewandelt.

Die Firma «Albert Glatz» wird in die Aktiengesellschaf «Glatz AG» mit einem Aktienkapital von 700`000 CHF umgewandelt. Fungiert Albert Glatz-Spahn als Verwaltungsratpräsident, ist Gustav Adolf (Dölf) Glatz-Hausammann Delegierter des Verwaltungsrats. Zu den weiteren Verwaltungsratmitgliedern zählen Heini Glatz-Fritzsche, Peter Rudolf Glatz-Rutishauser sowie Walter Zurbuchen.

1972

Mit den Grossschirmen von Pergola bis Palazzo erobert Glatz ein weiteres Marktsegment und erhält internationale Patente

Mit den Grossschirmmodellen von Pergola bis Palazzo erobert Glatz ein weiteres Marktschirmsegment. Nebst der Option, die Grossschirme mit Motorantrieb und Beleuchtung auszustatten, sind allesamt mit einem ausgeklügelten Schliess- und Öffnungsmechanismus versehen. Die Gegenläufigkeit von Schieber und Krone ermöglicht eine leichte Bedienung, eine breite Dachabstützung und eine Schliesshöhe, ohne das darunter befindliche Sitzmobiliar zu berühren. Dieses Prinzip wird im Jahr 1972 zum Patent angemeldet und ist bis dato in den Modellen Castello, Fortero und Fortino integriert. (Schweiz CH-543253, Deutschland DE-2353967, Italien IT-999115, Frankreich FR-2205292).

1983

Glatz perfektioniert die Schattenführung mit der Lancierung des Freiarmschirm Rusticalex

Das Freiarmschirmsortiment wird um den Rusticalex erweitert. Aus imprägnierten Holzelementen gefertigt, verkörpert dieses Modell die perfektionierte  Schattenführung durch einen mehrstufig ausfahrbaren Tragarm und mit einem um 360° verstellbaren Drehfuss. (Deutschland DE- 3339163, Österreich AT-393348, Italien IT-1176669, USA US-4586525)

1988

Markus Glatz tritt in die Glatz AG ein und übernimmt als neuer CEO fünf Jahre später das Zepter von seinem Vater Dölf Glatz

Nach Abschluss seines betriebswirtschaftlichen Studiums an der Kaderschule Zürich (KSZ) und anschliessenden Praxiserfahrungen in der Finanzbranche, entschliesst sich Markus Glatz in die Glatz AG einzutreten. Hier übernimmt er im Jahr 1988 die Leitung des Verkaufs- und Finanzwesen. Noch im selben Jahr heiratet er Christa Maurermeier, die als ausgebildete Betriebsökonomin (KSZ) 2002 in die Firma eintritt, die Buchhaltung verstärkt und damit die Tradition der mitarbeitenden Ehepartnerinnen fortführt. Fünf Jahre später überträgt ihm sein Vater Gustav Adolf (Dölf) Glatz als neuer CEO die Gesamtleitung - und gibt damit auch symbolisch das Zepter im vollen Vertrauen an die 4. Generation des familiengeführten Unternehmens weiter.

1989

Glatz und seine Baustellen im besten Sinne – eine neue Lagerhalle, die Aufstockung der Büros und der Bau einer Produktionshalle werden in den Jahren 1981, 1985 und 1989 realisiert

Sukzessive vergrössert sich die Glatz AG. Kommt im Jahr 1981 eine Lagerhalle hinzu, werden mit wachsender Mitarbeiterzahl vier Jahre später die Büroräumlichkeiten aufgestockt. Der Bau der Produktionshalle «Hummel» wird realisiert und in einem feierlichen Rahmen und zur grossen Freude aller Beteiligten 1989 eingeweiht.

2005

Weit über die Schweizer Grenzen eilt Glatz als einer der führenden Sonnenschirmhersteller welt- und europaweit der gute Ruf voraus. Indizien hierfür sind unter anderem internationale Patente und geschützte Designs und Marken

Weit über die Schweizer Grenzen eilt Glatz als einer der führenden Sonnenschirmhersteller  europa- und weltweit der gute Ruf voraus. Neben dem unermüdlichen Einsatz und der Kreativität der gesamten Firmenbelegschaft sowie dem Fokus auf Design, Funktionalität und Schweizer Qualität, sind weitere Indizien die internationalen Patente und geschützten Designs, Kooperationen mit USA, Kanada und China. Ferner ein eigener Vertrieb in Deutschland, Österreich und den Beneluxländern sowie Importeure in Frankreich, Italien, Spanien und Grossbritannien. Nicht zu vergessen, dass die Glatz AG bereits im Jahr 2005 ihr 30-jähriges Jubiläum als an der weltweit grössten Gartenmesse «SPOGA & GAFA» in Köln feiert.

2013

Mit der Grossschirmfamilie Palazzo, die die Modelle Palazzo Noblesse (2013), Palazzo Royal (2014) und Palazzo Style (2015) umfasst, läutet Glatz eine neue Arä im Grosschirmsegment ein und eröffnet parallel in Frankreich die «Glatz France» Niederlassung

Mit der Grossschirmfamilie Palazzo, die die Modelle Palazzo Noblesse (2013), Palazzo Royal (2014) und Palazzo Style (2015) umfasst, läutet Glatz eine neue Arä im Grosschirmsegment ein. Jedes Modell für sich besticht mit attraktiven Details, wird jedem Anspruch in der Hotellerie und Gastronomie gerecht. Überzeugend in Design und Funktionalität, lässt sich die Grosschirmschirmfamilie optional mit zahlreichen Extras wie beispielsweise einer Heizung oder Beleuchtung und vielem mehr ausstatten.

Neben dem Schweizer Hauptfirmensitz in Frauenfeld, eröffnet Glatz im Jahr 2013 die Niederlassung «Glatz France» mit einem umfassenden Glatz-Schirmsortiment samt Zubehör in Lyon. Dieser obliegt die Betreuung und Beratung bestehender und neuer Kunden in punkto individueller Schattenlösungen für den Outdoorbereich als auch die Pflege der Geschäftsbeziehungen mit den Partnern.

2018

Mit dem Freiarmschirm Aura im quadratischen XL-Format, der sich sogar um 360° um die eigene Achse drehen lässt, gelingt Glatz im Jahr 2018 ein «Upgrade» in der Holzschirmklasse.

Mit dem Freiarmschirm Aura im quadratischen XL-Format, der sich sogar um 360° um die eigene Achse dreht, gelingt Glatz im Jahr 2018 ein «Upgrade» in der Holzschirmklasse. Für seine besondere Ausstrahlung sorgen nicht nur die verwendeten Materialien wie beispielsweise pulverbeschichtete, silberfarbene Edelstahl- und Alumuniumkomponenten, sondern vor allem eine Vielzahl spezieller Lackschichten. Letztere bringen das Eukalyptusholz optimal zur Geltung.

2020

Surprise Surprise: Bei Glatz beginnt die Zukunft jetzt!

Wir sind am Puls der Zeit und tüfteln heute schon für Sie an Schattenlösungen für morgen. Lassen Sie sich überraschen und freuen sich auf die neuen Glatz Schattenspender.

Glatz Händler in Ihrer Nähe